Historie - Staatenhaus am Rheinpark

Nach der feierlichen Eröffnung der Kölner Messehallen im Mai 1924 wurde bereits im Herbst 1926 Baudirektor Adolf Abel mit Umgestaltungs- und Erweiterungsplänen beauftragt, um Raum zu schaffen für die Großveranstaltung PRESSA 1928. Einmal sollten die bestehenden Bauten erweitert werden, zum anderen wurde besonderer Wert auf die Gestaltung des Rheinparks gelegt. Nördlich sollte an den Messehof ein Rondellbau harmonisch eingegliedert werden. Abel entwarf einen flachen, eingeschossigen, langgestreckten Baukörper, dessen bogenförmiger Grundriss die Form der vorgelagerten Garten- bzw. Parkrondells aufgriff. Seinen Namen „Staatenhaus“ erhielt dieses Gebäude während der PRESSA, bei der es den teilnehmenden Staaten als Präsentationsbau vorbehalten war. Der zweischiffige, aus parallel laufender Halle und Kolonnade bestehende Baukörper wird in der Mitte von einem offenen Bogenbau optisch geteilt. Von der Rheinseite bzw. vom heutigen Tanzbrunnengelände aus leiten große Glastüren unter den Kolonnaden und einem laubenartigen Gang in die tageslichthellen Ausstellungsräume. Wie die ehemaligen Messegebäude, am Rheinufer gelegen, hat auch das Staatenhaus eine Backsteinfassade: glatte, nahezu ungegliederte Flächen wechseln sich ab mit zurückhaltenden Ziegelornamenten an den Portalen. Die Mittelachsen des alten Messegeländes, des Staatenhauses und des zeitgleich errichteten Rheinrestaurants machten den heutigen Tanzbrunnen zum Mittelpunkt des gesamten Messe- und Rheinparkgeländes.

In den 50er Jahren wurden die fast völlig zerstörten Veranstaltungsräume wiederaufgebaut und das ehemalige Staatenhaus auf Wunsch der Aussteller über eine Verbindungshalle und kurze Wege über das Freigelände mit dem Hauptkomplex verbunden. In jüngerer Zeit firmierte der aufteilbare Rondellbau als „Hallen 6, 7 und 8“ und zwischenzeitlich auch als Rheinparkhallen. Seit Anfang 2010 heißt die eigenständige Veranstaltungslocation „Staatenhaus am Rheinpark“.

ansprechpartner

Ralf Nüsser
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