KölnKongress plant Congress-Ausbau

Infrastruktur stimmt - 100 Millionen gespart

Köln – Von seiner Chefetage im Messehochhaus hat Bernhard Conin, Geschäftsführer von KölnKongress alles im Blick: Das Congress-Centrum Nord Koelnmesse, Gürzenich, Tanzbrunnen, Rheinterrassen, Bastei, Zoolocation, Zeughaus, Cologne Beach Club und die Flora. Schaut Conin auf die Zahlen des vergangenen Jahres, dann ist er zufrieden. Und schaut er in die Zukunft, könnte er noch zufriedener sein, wenn die Politik seinen Vorschlag, anstatt ein neues Congress-Centrum zu bauen, den Ausbau der dritten Etage der vorhandenen Halle 11 sowie des damit verbundenen Eingangs Ost, favorisieren würde. Satte 100 Millionen Euro könnten eingespart werden, wenn der Neubau, der mit 120 bis 150 Millionen und Folgekosten von weiteren 5 bis 10 Millionen Euro veranschlagt wird, nicht gebaut würde. Denn Um- und Ausbau der Räumlichkeiten an der Deutz-Mülheimer Straße würden grob geschätzt nur 20 bis 25 Millionen kosten. Außerdem könnte dann der große Raum, der für Kongresse bis zu 3.600 Personen aufnehmen kann, auch für Messezwecke genutzt werden. Parkplatz-Probleme gibt es nicht, denn die Dächer der benachbarten Hallen 10, 4 und 5 bieten insgesamt 3.000 Abstellmöglichkeiten. Somit könnten nicht nur verstärkt größere Kongresse aus dem medizinischen und wissenschaftlichen Bereich nach Köln geholt werden, sondern auch internationale Kongresse. Bernhard Conin: "Wenn die Flora floriert, können wir die Eine-Million-Grenze an Gästen anpeilen. Von 2005 auf 2006 ist die Anzahl der von KölnKongress angebotenen Veranstaltungen um fünf Prozent, bei fast gleich gebliebener Besucherzahl, gestiegen. Wenn die Flora 2008, nach Karneval, von Grund auf renoviert wird, und mit dem Jahreswechsel 08/09 Wiedereröffnung feiert, wird die Millionen-Besuchergrenze sicherlich überschritten". (bw)
(Kölner Wochenspiegel, 07.02.2007)

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