KölnKongress will Congress-Centrum der Messe vergrößern
von EVELINE KRACHT
Falls der Bau eines neuen Kongress-Centrums aus Kostengründen
scheitert, schlägt die KölnKongress GmbH als Alternative die
Erweiterung des Congress-Centrums Ost der Koelnmesse vor.
"Wir hätten damit auf dem Markt sehr gute Chancen", ist Geschäftsführer
Bernhard Conin überzeugt. Im Vergleich zu einem 120 bis 150 Millionen
Euro teuren Neubau sei der Ausbau des
Congress-Centrums von 7000 auf 11 500 Quadratmeter mit einer
Investition von voraussichtlich 20 bis 25 Millionen Euro
vergleichsweise günstig. Um die Kapazitäten des Tagungszentrums zu
erhöhen, möchte KölnKongress die Messehalle 11.3, die sich dem
Congress-Centrum direkt anschließt, zu einer multifunktionalen
Veranstaltungshalle (3600 Plätze) umbauen. Außerdem soll der
Congress-Saal - auf derselben Ebene - von 1100 auf 1360 Plätze
vergrößert werden. Weitere acht Konferenzräume (kombinierbar für 16 bis
100 Personen) zu den bestehenden sechs könnten auf der zweiten Etage
des Congress-Centrums entstehen. Insgesamt soll die
Kapazitätserweiterung dazu führen, dass mehr Rahmenveranstaltungen,
aber auch große Wissenschafts- und Medizin-Kongresse nach Köln geholt
werden können.
Das Congress-Centrum Ost, so Conin, sei an ICE und Autobahn bestens
angebunden, außerdem stünden "vor der Tür" 3000 Parkplätze zur
Verfügung. Der Ausbau ließe sich in maximal einem Jahr realisieren.
Messe-Chef Jochen Witt sei bereits informiert und stehe dem Vorhaben
"sehr positiv" gegenüber. Ungeklärt ist allerdings bisher, ob die Stadt
diese Lösung finanzieren würde.
Auch 2007 rechnet Köln-Kongress als größter Anbieter von
Veranstaltungsstätten (unter anderem Congress-Centrum Messe, Gürzenich,
Tanzbrunnen und Flora) wieder mit schwarzen Zahlen. "Wenn es mit der
Flora weiter so erfreulich läuft, gehen wir von über neun Millionen
Euro Umsatz aus", so Conin. Letztes Jahr betrug der Umsatz 8,7
Millionen Euro. Gegenüber 200 stieg die Zahl der Veranstaltungen um
fünf Prozent.
(Kölnische Rundschau, 31.01.2007)