Frischer Wind in Köln
Das Büro, das Köln als Kongress-Stadt vermarktet, besteht seit einem Jahr.
Es soll neutraler Ansprechpartner sein, für alle, die Kongresse oder Tagungen planen. Seit einem Jahr besteht das Cologne Convention Bureau (CCB), eine Abteilung von Köln-Tourismus, das sich bemüht, Köln als Tagungsstadt bekannter zu machen. Drei Mitarbeiter und ein Budget von 500 000 Euro hat das CCB, hinzu kommen Zuwendungen der Partner, inzwischen sind es 68, dazu gehören unter anderem die Take-Five- Hotels. Wilhelm Luxem, Direktor des Excelsior Hotel Ernst, wo gestern eine erste Bilanz gezogen wurde, nannte CCB einen "großen Meilenstein". Bisher habe man in Köln ein solches "Destinationsmarketing nur bedingt gehabt". Ulrike Kautz vom Alten Wartesaal ergänzte: "Jeder hat so sein Ding gemacht." Luxem sagte, der jetzige Stand
bei CCB sei erst der Anfang, jetzt gehe es darum, in die Zukunft zu gehen. Denn viele großen Kongresse würden bereits mit einem Vorlauf von sechs, acht Jahren geplant. Außerdem gebe es eine hohe Wechselwirkung zwischen großen und kleinen Veranstaltungen. Stephanie Franke, Leiterin des CCB, sagte, neben diversen Marketingaktivitäten habe man im ersten Jahr 158 konkrete Anfragen für 158 Projekte gehabt. Gemeinsam mit dem Europäischen Institut für Tagungswirtschaft GmbH werde eine Online-Statistik gefertigt. Sie soll 2010 erstmals vorgelegt werden. Bernhard Conin, Chef von KölnKongress, betonte, allein KölnKongress habe zehn Objekte, in denen Veranstaltungen durchgeführt werden könnten, hinzu kämen die Orte vom Alten Wartesaal bis zum Palladium, die von Partnern beigesteuert würden. "Wir haben das Stadion und die Arena, wir haben 25 000 Hotelbetten, die Universität, Forschungsinstitute - so eine Vielfalt wie Köln können vielleicht zehn Städte in Deutschland bieten", so Conin.