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Damals und heute: der Gürzenich Köln

Seit seiner Errichtung hat der denkmalgeschützte Gürzenich viel erlebt. Er blickt auf eine mehr als 550-jährige Geschichte zurück und ist heute noch beliebter Veranstaltungsort im Herzen der Stadt. Er zeigt sich, damals wie heute, von seiner schönsten Seite.

Von 1441 bis 1447 als städtisches Tanz- und Kaufhaus errichtet, wurde der Gürzenich für Festivitäten von Kaiser und Bürgern genutzt. In den 1820er Jahren wurde die mittelalterliche Festhaustradition wiederbelebt und Kölns „Gute Stube“ avancierte zur wichtigsten und beliebtesten Veranstaltungsadresse in Köln.

Bei den ersten Umbauarbeiten von 1853 bis 1855 kamen der neogotische Anbau mit dem Treppenhaus und dem Isabellensaal hinzu.

In der Nacht vom 29. auf den 30. Juni 1943 legten britische und amerikanische Bomber Köln in Schutt und Asche. Über 90 Prozent der Innenstadt wurden zerstört und auch der Gürzenich war so massiv getroffen worden, dass nur noch die Umfassungsmauern standen.

Nach Plänen von Karl Band und Rudolf Schwarz entstand dann 1952 bis 1955 das heutige Gürzenichensemble, das überregional Anerkennung fand und als außerordentlich qualitätvolle Leistung des „Organischen Bauens“ der 50er Jahre die Kölner Architekturlandschaft bereicherte. In dem Baukomplex verbindet sich die moderne Architektur sowohl harmonisch als auch bewusst kontrastierend mit den gotischen Umfassungsmauern des Gürzenich und von St. Alban.

Ein weiterer Umbau wurde angedacht, als das Gürzenich-Orchester in die 1986 eröffnete Philharmonie umzog. Es mussten neue Nutzungsschwerpunkte für den Gürzenich gefunden werden.

1994 übernahm die eigens dafür gegründete KölnKongress GmbH den Betrieb des Veranstaltungshauses. Es folgte eine zweijährige Sanierungsphase unter weitgehender Wahrung der denkmalgeschützten Bausubstanz. Am 19. September 1997 wurde der „4.“Gürzenich feierlich wiedereröffnet. Insgesamt finden pro Jahr ca. 200 Veranstaltungen statt mit rund 137.000 Besuchern. Dazu zählen Kongresse, Firmenevents, Gesellschaftsveranstaltungen, Konzerte, Märkte und Bälle.

 

Heute mit modernster Technik und allem Komfort für Veranstalter und Gäste ausgestattet, hat der Gürzenich nichts von seiner langjährigen Tradition als Festhaus eingebüßt: immer noch ist er die „Gute Stube“ Kölns und heißt seine Besucher von nah und fern herzlich willkommen.